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Die Seewölfe - Die Autoren: Roy Palmer alias Holger Friedrichs

Die Seewölfe - Abenteuer zur SeeRoy Palmer alias Holger Friedrichs
Der Seewölfe-Vielschreiber

Holger Friedrichs wurde am 23.01.1949 in Hoya (Niedersachsen) geboren und machte von 1965 - 67 eine Lehre als Industriekaufmann.

Danach eine Ausbildung zum Redakteur und anschließend arbeitete er einige Zeit als Journalist und Redakteur für verschiedene Tageszeitungen in Bremen und Bielefeld.

Die KillerzuchtEnde 1971 zog er in die Toskana um, wo er seine Frau kennenlernte und bis heute lebt.

Durch seinen älteren Bruder Horst Friedrichs (Jerry Cotton-Autor seit 1968) bekam er die Adressen der Verlage und beim Zauberkreis-Verlag erschienen ab 1973 in der Silber-Kriminal-Reihe unter dem Verlagspseudonym Glenn Douglas (SK 979, 987, 992, 999, 1003) seine ersten Gruselromane um den Spanier-Detektiv Carlos Avara.

Diener der FinsternisSein Debüt als Vampir-Horror-Roman-Autor hatte er 1974 mit der Nummer 89: „Diener des Satans“ unter seinem Pseudonym Al Fredric gegeben.

Es folgten mit den Nummern 104, 108, 117, 125, 129, 134, 137, 142, 149, 154, 160, 164, 168, 175, 191, 202, 206 und 210 achtzehn weitere Romane. Mit seinen 19 Romanen hat er 4,18 % der Vampir-Romane geschrieben.

Der Gast aus dem Totenreich1975 bekam er von der DK-Redaktion die Einladung zur Mitarbeit. In den ersten drei für ihn vorgesehenen Exposés (53, 58, 66) steht noch sein Vampir-Pseudonym Al Fredric, aber Holger Friedrichs hatte sich ein neues Pseudonym ausgedacht, nämlich Roy Palmer.

Holger Friedrichs ist die Nummer vier der Dämonenkiller-Autoren geworden. Nach seinem Einstieg mit Band 53 blieb er der DK-Serie bis zu ihrer Einstellung mit Band 143 treu. In dieser Zeit hat er die folgenden 12 Nummern geschrieben: 53, 58, 66, 73, 84, 94, 104, 112, 122, 131, 138, 139.

Zwei weitere Manuskripte, die Nummern 147: „Insel der Besessenen und 149: „Cocos Opfergang lagen vor. Sie wurden erst 1990 in Fantasia-Ausgaben und 1996 in der Dämonenkiller-Buchausgabe des Zaubermond-Verlages veröffentlicht.

Roulett der MörderHolger Friedrichs hat für die vier großen Verlage Kelter, Bastei, Zauberkreis und Pabel geschrieben. Für den Pabel-Verlag hat er Romane für die Serien Seewölfe (Heft und Taschenbuch) Kommissar X (Heft und Taschenbuch), Franco Solo, Plutonium Police und Gaslicht geschrieben.

Als Al Frederic schrieb er folgende Kommissar X-Hefte: 1037, 1105, 1191, 1207, 1217, 1237, 1253, 1258, 1268, 1275, 1276, 1290, 1295, 1303, 1310, 1315, 1318, 1328, 1333, 1337, 1343, 1349, 1353, 1364, 1368, 1371, 1376, 1384, 1388, 1408, 1419 und 1430. Für die KX-Taschenbuch-Reihe schrieb er die Nummern: 586, 590, 593, 596, 599, 604 und 623. Für die Plutonium-Taschenbuch-Reihe verfasste er die Bände: 17, 21 und 24.

Die Falle im RiffMit Band 23: "Kämpft, daß die Fetzen fliegen" begann am 17.02.1975 seine Karriere als Seewölfe-Autor. Für die Heftserie Seewölfe schrieb er zwischen 1975 und 1987 die folgenden 211 Romane (27,76 %) unter seinem Pseudonym Roy Palmer: 23, 35, 37, 39, 41, 44, 47, 48, 50, 52, 54, 56, 57, 62, 63, 67, 69, 70, 77, 83 - 85, 88, 90, 94, 97 - 99, 102, 103, 105, 106, 113 - 115, 119, 120, 123, 124, 127, 129 - 131, 134, 135, 137, 138, 141, 143, 145 - 147, 152, 153, 157, 158, 163, 165, 168, 175, 178, 183, 188 - 190, 195, 197, 199, 201 - 203, 209 - 211, 218, 219, 221, 225, 226, 231, 232, 236, 238, 246, 248, 249, 252, 256, 258, 260, 262, 265, 273, 275, 278, 281, 283, 288, 289, 291, 292, 297, 300, 305, 308, 312, 316, 317, 321, 323, 326, 327, 332, 333, 337, 341, 345, 350, 351, 354, 355, 365, 369, 373 - 375, 377 - 379, 383, 387 - 389, 392, 393, 395, 398, 401, 404, 406, 407, 411, 414, 415, 417, 419, 420, 423 - 427, 429, 433, 434, 436, 439, 441, 443, 444, 446 - 448, 451, 455,  458, 459, 461, 462, 466, 468, 469, 472, 474, 476, 478, 480, 482, 483, 487, 489, 492, 496, 497, 498, 501, 502, 504, 505, 507, 509, 510, 519 - 521, 523, 526, 530, 539, 541, 547, 549, 555, 559, 562, 566, 567, 570, 576, 584.

Die KnochengrubeFür die Seewölfe-Taschenbuchreihe steuerte er 11 Titel (3, 8, 13, 19, 23, 24, 28, 32, 34, 35, 40) bei. Bei dieser Seewölfe-Serie schrieb auch sein Bruder Horst Friedrichs unter dem Pseudonym Burt Frederick (92 Romane = 12,11 %) mit. 

Beim Bastei-Verlag schrieb er an den Serien Gespenster-Krimi (76) und Professor Zamorra (13, 23, 49) mit und in der Schattenreich-Ausgabe Nr. 21 findet man eine Story unter seinem Namen Holger Friedrichs. Holger Friedrichs soll auch bei der Jerry-Cotton-Serie mitgeschrieben haben, nur weiß ich leider nicht welche Nummern von ihm sind.

Im Bereich der Frauen-Grusel-Sparte ist Holger Friedrichs' Produktion sehr gering. Für die Frauen-Grusel-Reihe "Gaslicht" schrieb er als Al Frederic die folgenden Nummern: 591, 638, 654, 666, 702, 687, 739. Beim Kelter-Verlag sind diese Romane nochmals zum Teil in den Reihen Kelter-Gaslicht (5, 713), Spuklicht (121) und Irrlicht-Exklusiv (255) unter diesem Pseudonym erschienen.

1Über seine sonstigen Aktivitäten schrieb Holger Friedrichs 1984 für sein Porträt auf der DK-LKS von Nr. 53:

„Kurzromane für Illustrierte, Journalismus, Fotos, Graphiken (alles aus Italien heraus für deutsche Abnehmer). Wohnsitz umgebautes Bauernhaus im Hagelland mit Blick aufs Meer. Hobbys: Musik (Klavier Gitarre) Krimis, Horror und Geister, SF, Seeabenteuer, Weinbau, Fasanenjagd -die letzten zwei einschließlich der damit verbundenen Geschmacksproben. Und last not least eine Schwäche für die italienische Küche. Daß der DÄMONENKILLER als Neuauflage erscheint ist in vieler Hinsicht ein positives Zeichen. Hoffen wir daß die Verkaufszahlen gut sind und die Serie dann auch fortgesetzt wird.“

Leider war dem nicht so, und nachdem er 1987 aus dem Seewölfe-Autorenteam ausgeschieden war, arbeitete er als Italienkorrespondent für verschiedene Illustrierte und vermittelte Titelbilder italienischer Künstler nach Deutschland.

© by Uwe Schnabel 2012/17

Quellen:

  • Leserkontaktseite der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 53
  • Bernd Frenz-Interview mit Holger Friedrichs (1998)
  • Seewoelfe.info
  • Internet-Recherchen

Kommentare  

#1 Heiko Langhans 2017-08-20 15:33
Worauf bezieht sich der erste Halbsatz des letzten Absatzes?

Hm - für den Gespenster-Krimi 76 habe ich Horst Friedrichs; Holger soll die 159 geschrieben haben. :-? Beide waren de Lorcas.

Jerry Cotton 2090 käme noch dazu.
#2 Toni 2017-08-20 17:24
Danke für die Infos. Den Al Frederic habe ich ja auch noch vor der Brust. So liest man sich wieder.

Der "Diener der Finsternis" sieht eigentlich recht sympathisch aus... :-)
#3 stk 2017-08-20 17:27
Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, wie Pabel es geschafft hat, die Rechte an den ganzen vielen Romanen für die digitale VÖ zu bekommen. Aber wenn ich sehe, wie viele allein von den beiden Brüder stammen, war das wohl nicht so schwer. Beachtliche Leistung der beiden!
#4 Schnabel 2017-08-21 08:01
@Heiko: Gespenster-Krimi Nr. 76 ist von Holger Friedrichs, denn er wurde später nochmals als Dämonenland Nr. 165 unter seinem Pseudonym Al Fredric veröffentlicht.
Der Halbsatz bezog sich auf die DK-Neuauflage. Bei Kopieren ist mir seine Aussage verloren gegangen, habe sie wieder in den Text eingefügt.
#5 Heiko Langhans 2017-08-21 09:06
Uwe: Danke. Für beides. Und für den Artikel.

Auf die Friedrichs-Cottons bin ich schon sehr gespannt.
#6 Andreas Decker 2017-08-21 14:37
Das ist auch so ein Autor, den ich erst in letzten Jahren wirklich schätzen gelernt habe. Damals war die Redaktion bei den Seewölfen stets: Och nöö, nicht schon wieder. :-) Und beim DK konnte ich ihn überhaupt nicht abhaben.

Der muss unglaublich schnell gewesen sein. In den diversen Vlcek-Beiträgen wird immer gefeiert, dass er mal 3 hintereinander geschrieben hat. Bei Friedrichs war das irgendwie Alltag beim Seewolf, da hat er auch mal 5 hintereinander geschafft. Vielleicht war die Steuernachzahlung fällig :lol:

Seine Frederics fand ich damals auch blah, aber das sehe ich wie gesagt heute anders; die in Italien spielen haben mehr authentisches Lokalkolorit als bei den meisten seiner Kollegen. So was wie VHR 108 ist nicht übel.
#7 Zakum 2017-08-22 12:00
zitiere Heiko Langhans:


Jerry Cotton 2090 käme noch dazu.


Ich muß schon wieder Bedenken anmelden. Du beziehst dich wahrscheinlich auf dieses Interview www.seewoelfe.info/special/interview_holger_friedrich.htm

Ich entnehme nur dem Text nicht explizit, dass der Roman 2090 deshalb von Holger Friederichs selbst geschrieben wurde (nur weil der Titel erwähnt wurde).
Immerhin wäre das 10 Jahre nach seiner "nachvollziehbaren" Heftromanzeit.
Die Story bei Schattenreich mal ausgenommen.
#8 Heiko Langhans 2017-08-22 14:01
:-x Sch...ön bemerkt. Du hast recht; eindeutig ist das nicht. Mein Fehler - dicker Minuspunkt.
Andererseits konnte ich mir seinerzeit nicht vorstellen, warum gerade jener Cotton explizit erwähnt worden war - lag der gerade im Zimmer rum?
#9 Andreas Decker 2017-08-22 16:31
JC 2090 bezieht sich auf die Titelbilder und Friedrichs Bildagentenzeit.
#10 Schnabel 2017-08-22 17:26
Habe den Hinweis auf Jerry Cotton 2090 aus dem Artikel entfernt.
#11 Heiko Langhans 2017-08-22 19:34
Wobei ich gerade sehe, dass er auf dem Rückcover von JC 3000 bei den Autoren geführt wird. Hm.
#12 Zakum 2017-08-23 07:45
Auch im "Weigand" wird er aufgeführt.
Und man/ich kann es ja nicht ausschliessen ... aber für den 2090er ist mir persönlich das Ganze zu vage.
#13 Heiko Langhans 2017-08-23 08:07
Ist ja richtig.
#14 Schnabel 2017-08-24 13:14
Habe jetzt folgenden Text eingefügt:
"Holger Friedrichs soll auch bei der Jerry-Cotton-Serie mitgeschrieben haben, nur weiß ich leider nicht welche Nummern von ihm sind."
Damit sind wir auf der richtigen Seite....

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